Grand Canyon’s Toroweap Point – 900 vertikale Meter über dem Colorado River

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Ein lang ersehnter Trip – Toroweap wir kommen

Am 10. Mai 2018 sollte ein, insbesondere für Silke, lang ersehnter Trip Realität werden: Eine Grand Canyon Tour in die Tuweep Area zum Toroweap Point (auch Toroweap Overlook oder Tuweep Overlook).

Für diesen Trip haben wir uns für eine geführte Tour mit Dreamland Safari Tours entschieden, eine in Kanab ansässige Agentur, die verschiedene, geführte Touren rund um Kanab anbietet, u.a. zu den Coyote Buttes South, White Pocket, zur Wave und zu diversen Slot Canyons rund um Kanab. Auch maßgeschneiderte Touren sind nach Absprache möglich. Als offizielle Tour-Guides haben sie dementsprechend alle notwendigen Lizenzen und Permits, um auch entlegene Gebiete anzufahren.

Für uns macht es immer dann Sinn, eine geführte Tour zu buchen, sobald der Weg zum Ziel über ziemlich heftige Offroad-Pisten geht, die wir uns mit einem Mietwagen und unseren Ich-fahr-sonst-nur-auf-asphaltierten-Strassen-im-Flachland-Skills nicht zutrauen. In diesem Fall standen ingesamt 120 Meilen(!) Piste auf dem Programm, also, 60 hin und 60 zurück, wo es schon aus Zeitgründen ganz gut ist, ein geeignetes Fahrzeug zu haben, mit dem man auch auf Piste ein bisschen auf die Tube drücken kann. Zudem sind die letzten 2 Meilen zum Tuweep Overlook derart heftig, dass man nicht nur das richtige Fahrzeug, sondern auch entsprechenden fahrerischen Fähigkeiten benötigt.

Hier ist Know-How gefragt

Hier ist Know-How gefragt

Wenn Ihr Euch zudem die Bilder und Beschreibungen auf der NPS-Website zum Thema Tuweep anschaut, werdet Ihr sehen, was wir meinen. Dort findet Ihr auch die Beschreibungen zu den möglichen Anfahrtsrouten.

Warum ausgerechnet Toroweap Point?

Das Faszinierende an diesem Punkt ist ohne Zweifel der gewaltige und beeindruckende Fall. An dieser Stelle am North Rim geht es fast 1000 Meter senkrecht nach unten bis zum Colorado River (laut NPS sind es 915 Meter). Somit findet sich hier der tiefste Fall, den es am Grand Canyon gibt, samt einer sagenhaften Aussicht.

Zudem zeigen sich hier deutlich die Anzeichen vergangener vulkanischer Aktivität in Form von riesigen, erstarrten Lavafällen, die in der Grand-Canyon-Area einzigartig sind. Nach diesen Lavaströmen sind auch die Rapids benannt: Lava Falls Rapids. Sie sollen die heftigsten Rapids im Grand Canyon sein. Wir haben sogar eine Rafting Tour beobachten können.

Außerdem war es für uns als Grand-Canyon-Süchtige klar, dass wir irgendwann dorthin mussten. Wir hatten schon diverse Fotos vom Toroweap Point gesehen und konnten es nicht abwarten, selbst zu diesem Punkt zu fahren bzw. gefahren zu werden.

Genug zur Einstimmung – jetzt nehmen wir Euch mit auf unsere Tour nach Tuweep

Start war gegen 09.00 Uhr. Orion, unser Guide von Dreamland Safari Tours, holte uns an unserer Unterkunft in Kanab ab.
Die Tour war „fully booked“, so dass außer uns und unserem Guide fünf weitere Personen mit an Bord waren. Vor uns standen jetzt erst einmal 60 Meilen Piste in einem Chevy Suburban, was in etwa 2 Stunden Fahrtzeit bedeutete. Für die Hinfahrt wählte Orion die sogenannte Sunshine Route, die 13 km westlich von Fredonia vom Highway AZ 389 abzweigt.

Die Fahrt war ziemlich kurzweilig, was vor allem daran lag, dass Orion seine Passagiere mit diversen Geschichten uns Anekdoten bei Laune hielt.
Nach einem kurzen Stopp an der Ranger-Station am Eingang zum Nationalpark kurz vorm Toroweap Point ging es strassentechnisch auch bald ziemlich zur Sache und wir benötigten für die letzten 2 Meilen alleine 15 bis 20 Minuten.

Nachdem unser Guide uns über diverse haarige Steinstufen gefahren hatte, erreichten wir unser Ziel für heute – Toroweap Point.

Allein das Wissen darum, dass da in ungefähr 20 Meter Entfernung dieser gewaltige Fall von fast 1000 Metern lauerte, flößt einem einen gehörigen Respekt ein. Außerdem war es an dem Tag ziemlich windig, was sich in teilweisen starken Böen äußerte. 
Der Wind und die Gewissheit, dass es fast 1000 Meter nach unten ging, sorgte dafür, einen gebührenden Sicherheitsabstand zum Rand zu halten. Näher ´ran ging es nur auf allen Vieren oder in Bauchlage.

Es fällt schwer, die Szenerie in angemessene Worte zu fassen. Nur soviel: Die Aussicht ist grandios. Wie so oft, können Fotos nicht vermitteln, wie erhabend die Aussicht am Toroweap Point ist. Vielleicht erhaltet Ihr anhand unserer Aufnahmen zumindest ein paar Eindrücke…

Am Toroweap Point finden sich übrigens auch die Pit Toilets mit der wohl schönsten Lage im Südwesten. Und sie sind super sauber, da sie so wenig frequentiert werden.

Nachdem wir uns ungefähr eine Stunde am Toroweap Point herumgetrieben hatten, gab es eine kurze Lunch-Pause. Zum Service von Dreamland Safari Tours während der Tuweep Tour gehört es auch, dass der Guide das Essen vorbereitet – Buffet aus dem Suburban-Kofferraum, lecker und mit grandioser Aussicht, fast direkt am Canyonrand.

Nach dem Lunch führte uns Orion noch am Toroweap Point herum und zeigte den einen oder anderen Foto-Spot. Ihr kennt das sicherlich- es gibt Panoramen an denen man sich nicht satt sehen kann. für uns gehört Toroweap Point definitiv in diese Kategorie. 

Dann war es Zeit, den Rückweg anzutreten. Unser Guide hat uns mehr Zeit eingeräumt als vorher geplant. Netter Zug, so konnten wir Tuweep länger genießen als gedacht.

Abschied von Toroweap

Abschied von Toroweap

Erschlagen von den Eindrücken und mit vielen tollen Erinnerungen im Backpack machten wir uns wieder auf die Piste Richtung Kanab, dieses Mal auf der Clayhole Route.

Abstecher mit Überraschung

Eine Überraschung stand allerdings noch auf dem Programm. Typisch Orion, machten wir noch einen Abstecher zu einer Lavahöhle im Nirgendwo, um uns antike, indianische Piktogramme zu zeigen, die eben in dieser Höhle zu finden waren. Das Besondere: Aufgrund dessen, dass die Zeichnungen in der Höhle vor Sonneneinstrahlung geschützt lagen, waren sie extrem gut erhalten. Die Höhle findet man auch nur, wenn man sich richtig gut in der Gegend auskennt, was natürlich zusätzlich zum Schutz der Höhle samt der Zeichnungen beiträgt. Gut, wenn man einen Guide hat, der solche Orte kennt.

Am Eingang zur Lava Tube trafen wir noch diese freundliche Schlange, die sich zum Glück schnell verzog.

Fast hätten wir sie übersehen...

Fast hätten wir sie übersehen…

Tatsächlich die erste Klapperschlange, die wir jemals im Südwesten gesehen haben.

Das war dann auch der letzte Halt auf unserem Trip und es ging vorbei an Hildale zurück zu unser Unterkunft.

Wow, was für ein Tag, was für ein Erlebnis. Die Tuweep Area ist wirklich beeindruckend und die Toroweap Tour mit Dreamland Safari Tours hat einfach nur Spass gemacht, insbesondere, weil wir mit Orion einen total sympathischen Guide hatten, der sich alle Zeit der Welt genommen hat und seine Begeisterung für die Natur und die Geologie mit seinen Gästen teilt. Die Tour gibt’s übrigens auch mit Übernachtung vor Ort.

Wer mit dem Gedanken spielt, einen Abstecher nach Tuweep zu machen, sollte unserer Meinung nach auf die Erfahrung eines Guides zurückgreifen. Alles in allem ist eine geführte Tour sehr zu empfehlen. Nicht so sehr wegen der Spots am Toroweap Point (die findet wohl wirklich jeder), sondern wegen der Fahrt und dem ganzen Drumherum.
Und: Wir persönlich haben mit unserem Trip eine klasse Erfahrung mit dem Team von Dreamland Safari Tours und Orion, unserem Toroweap Guide, gemacht und können diese Agentur daher auch guten Gewissens empfehlen.

Bis zum nächsten Mal am North Rim…

Weitere Berichte und unsere gesamte Tour 2018 findet Ihr hier:

USA 2018 Grand Canyon intense FB

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Dieser Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von Dreamland Safari Tours aus Kanab entstanden. Die Kooperation beeinflusst in keiner Weise die redaktionelle Freiheit beim Schreiben des Artikels. Er spiegelt ausschließlich unsere Ansichten wieder.

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  3. Wou absolut toll, das sind sachen die au h uns gefallen, so abseits, ja und das würden auch wir in jedem fall nur mit Guide machen. Das ist 1000mal entspannter gell

    Vielen Dank für die diesen Beitrag

    Gruss Roland

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