Economy Class Fliegen Blog

11 Ideen für den entspannten Langstreckenflug in der Economy Class

Der ultimative „How to survive long haul flights in economy class“ Guide. Ich zeige Dir, wie Dein Langstreckenflug in die USA so angenehm wie möglich wird.

Ganz ehrlich: den entspannten Langstreckenflug in der Economy Class gibt es nicht. Man kann nur das Beste daraus machen. Such Dir aus allen verfügbaren Tipps Deine Favoriten. Ich habe meine hier für Dich zusammengefasst:

  1. Eine gute Verbindung

    Schon beim Buchen lohnt es sich, auf Umsteigezeiten zu achten, die dem jeweiligen Flughafen angepasst sind. Ich würde mich niemals auf eine Umsteigezeit in London Heathrow von einer Stunde oder weniger einlassen. In Zürich dagegen ist das machbar. Die Gesamt-Reisezeit vom Start- bis zum Zielflughafen (also reine Flugzeiten plus Umsteigezeiten) sollte angemessen sein und keinesfalls 20 Stunden oder mehr betragen.
    Sollte die Umsteigezeit doch mal länger ausfallen, ist der Aufenthalt in einer Lounge auch für Economy Passagiere eine Option. Inzwischen gibt es an den meisten Drehkreuzen Lounges, die sich gegen Bezahlung auch ohne ein Business- oder First Class-Ticket nutzen lassen.

    Umsteigen in Newark

    Umsteigen in Newark

  2. Die Sitzplatzreservierung

    In einigen Flugzeugtypen lassen sich Zweierreihen reservieren. Auf den Websites der Airlines (z.B. bei British Airways) findest Du die jeweiligen Sitzpläne und bei Seatguru werden die Plätze bewertet. Die Plätze in der letzten Reihe oder direkt an der Toilette sind niemals eine gute Wahl. Wenn Du etwas mehr Platz und Ruhe haben möchtest, könntest Du ein Upgrade auf die Premium Economy Class (mehr Beinfreiheit, kleinere Kabine) machen, sofern die Airline es anbietet.

    Sitzpläne der Boing 777 (Screenshot von der British Airways Website)

  3. Frühes Kommen

    Mit einer frühen Ankunft am Flughafen lassen sich hektische Momente gleich am Anfang vermeiden. Plane lieber etwas mehr Zeit ein und trinke entspannt noch eine Tasse Kaffee. Vielleicht in einer Lounge?

  4. Wenig Handgepäck

    Mit wenig Handgepäck ist die Sicherheitskontrolle entspannter. Wenn möglich, Gürtel, zuviel Schmuck und klobige Schuhe vermeiden. Pass, Bordkarte bzw. Smartphone griffbereit haben. Lies hier den Artikel über mein ideales Handgepäck. Je weniger Handgepäck Du hast, desto weniger Stress hast Du dabei, es im Flugzeug zu verstauen.
    Die Amerikaner sind Experten und reisen meist ausschließlich mit Handgepäck. Dabei nutzen sie die Vorgaben der Airline bis zum letzten Millimeter oder Gramm aus. Meist reisen sie mit einem Rollkoffer plus Handtasche. Der Rollkoffer landet im Handgepäckfach und die Tasch unter dem Sitz oder auch oben im Fach. Bei inneramerikanischen Flügen musst Du also zusehen, daß Du Dein Handgepäck möglichst früh gut untergebracht bekommst.

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    Typische Economy Class (Quelle: Pixabay)

  5. Bewegung

    Während des Fluges solltest Du Dich bewegen, auch wenn es die anderen Passagiere nervt. Manchmal ist im Flugzeug Platz rund um die Toiletten, so daß Du hin- und hergehen kannst. Bleibe nicht während des gesamten Fluges auf Deinem Platz sitzen. Es erhöht die Gefahr einer Thrombose und Du fühlst Dich nicht gut. Wenn Du Tipp 7 beherzigst, musst Du sowieso häufiger aufstehen.

  6. Bequeme Kleidung

    Entspannt fliegen und den Ausblick genießen

    Entspannt fliegen und den Ausblick genießen

    Eigentlich selbstverständlich. Zieh etwas Lockeres und Bequemes an. Und zieh Dich zwiebelig an, damit Du für alle Temperaturen gerüstet bist. Lies demnächst den Beitrag über meine Lieblingskleidung auf Langstreckenflügen.

  7. Wasser, Wasser, Wasser

    Das ist keine neue Erkenntnis. Kümmere Dich um Deinen Wasserhaushalt. Nimm Dir Dein eigenes Wasser mit an Bord (z.B. kannst Du eine faltbare Flasche mitnehmen und sie nach der Sicherheitskontrolle füllen) oder gehe regelmäßig in die Pantry, um Dir Wasser zu holen. Vermeide Alkohol. Einen Kaffee gönne ich mir vor der Landung.

  8. Unterhaltung

    Lade Deine Lieblingsmusik auf Dein Smartphone oder Tablet. Kaufe Dir spezielle Kopfhörer, die den Flugzeuglärm ausblenden und trotzdem ein Gespräch mit Deinem Sitznachbarn zulassen. Lade Dir Filme oder Spiele auf Dein Tablet oder ein schönes Buch auf Deinen ebook Reader. Verlasse Dich nicht ausschließlich auf das Inseat-Entertainment, denn es ist oft genug gestört oder fällt aus.

  9. Leckeres Essen

    Wenn Du das Essen im Flugzeug nicht magst, nimm Dir selbst etwas Leckeres mit. Denk daran, daß frisches Obst oder offene Lebensmittel (wie z.B. Sandwiches) nicht mit in die USA einreisen dürfen. Auf inneramerikanischen Fügen gibt es nur gegen Gebühr eine Mahlzeit. Hast Du einen solchen Anschlussflug, dann plane Dir etwas Zeit ein, um vor dem Weiterflug am Airport gemütlich etwas zu essen.

    Snack bei United Airlines in der Premium Economy Class

    Snack bei United Airlines in der Premium Economy Class

  10. Mach es Dir gemütlich

    Zumindest so weit, wie es in der Economy Class geht. Ein Kissen für den Rücken und/oder ein Nackenkissen tragen dazu bei. Nimm Dir einen großen Schal mit, den kannst Du als Decke oder Halstuch benutzen und er riecht so, wie Du es möchtest. Die Kissen und Decken der Airlines sind meistens kratzig und ungemütlich. Nimm Dir Ohrenstöpsel und eine Schlafmaske mit, damit Du Deine Ruhe haben kannst. Probiere zum Einschlafen den Entspannungskanal des Inseat-Entertainment aus.

  11. Frisch ankommen

    Jeder ist nach einem langen Flug erschöpft und möchte nur noch den Mietwagen übernehmen und ins Hotel. Nimm Dir ein Deo und eine Feuchtigkeitscreme mit in Dein Handgepäck. Auch eine Zahnbürste ist nicht verkehrt. Nach dem Kaffee machst Du Dich rechtzeitig vor der Landung frisch (plane Deinen Besuch im Waschraum etwa 60-90 Minuten vor der geplanten Landung ein, denn kurz vor der Landung wollen alle Passagiere noch einmal dorthin und dann bist Du längst fertig und verfolgst entspannt den Anflug auf Dein Urlaubsziel), isst ein Pfefferminzbonbon und fühlst Dich sauber und ausgeruht.

    Willkommen in Las Vegas

    Willkommen in Las Vegas

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17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Auf Seatguru würde ich mich absolut nicht verlassen – die Pläne sind oft falsch. Wir haben damals bestimmte Sitzreihen über das Reisebüro gebucht – es wäre laut Seatguru eine Exit Row gewesen – war es nicht – wir sind dann locker 7 Reihen vor der Exit Row gesessen – die Sitznummern haben aber gepaßt – es war eine 747-400 (laut Flugplan und auch laut Seatguru) Jetzt buchen wir rein nur mehr bei Fluggesellschaften wo wir gleich beim Buchen Sitzplätze entweder gratis oder gegen Bezahlung dazubuchen können. Mein Freund und ich sind da sehr eigen – wir sitzen meistens hintereinander am Fenster oder wenn es bestimmte tolle Anflüge uf Flughäfen oder Starts gibt, sitzen wir sogar mal links und rechts am Fenster – das wir beide tolle und unterschiedliche Fotos machen können.

    Wir sind auch schon mehrmals in der Exit Row gesessen – natürlich ist das dann der perfekte Platz in der Eco. Falls wir Exit Row nicht bekommen – sitze ich dann z.B letzte Reihe und mein Freund vor mir in der Reihe. Vorteil: bei Touchscreens klopft keiner wie wild am Bildschirm rum 😉 Oder eben wir schanppen uns die Plätze vor den Toiletten. Vor allem z.B im A330 oder A40 sind die letzten Reihen etwas weiter auseinander. Bei einer 2er Reihe ist es dann klasse, das man mit Glück, wenn der Flieger nicht voll ist, dann sogar einen freien Nebensitz hat.

    Ich nutze mein Handgepäck auch bis aufs letzte Gramm aus, da meine Fotoausrsütung schon an die 8 kg hab – in der Laptoptasche hab ich dann neben dem Computer noch etliche Kabel.

    Ein Traum war KLM Boeing 787 in der Exit Row – ich hatte meine spezielle Weste an, hatte mir da in die Taschen eben das Handy, Kabel, Bonbons etc gegeben, da man ja da keine Sachen bei sich haben durfte (Start- Landung) und ich steh nur auf wann ich wirklich aufs WC muß und da halte ich mich überall an – selbst am WC. Stichwort: Clear Air Turbulence – und ich habe schon welche erlebt und da sind wir ganz schön abgesackt – zum Glück war das ein Nachtflug und alle waren angeschnallt – das war an Bord einer 747 gewesen.

    • Liebe Sandra, vielen Dank für das Feedback zu Seatguru. Zum Glück haben wir damit noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
      Wir buchen die Sitzplätze über die Portale der Airlines selbst. Ich schaue erst nach, welche Plätze verfügbar sind, und nehme dann Seatguru als Entscheidungshilfe, wenn mehrere Optionen zur Auswahl stehen. Die Exit Row Plätze kosten ja meistens noch mehr, als alle anderen Plätze.
      Am liebsten sitzen wir in einer 2er Reihe, ich am Gang und Markus am Fenster. Bedingt durch meine Thrombose-Vorgeschichte habe ich es gerne, wenn ich ungehindert aufstehen kann, wenn ich es für nötig halte. An den Toiletten sitzen wir nicht so gerne, weil sich dort nach unserer Erfahrung oft viele Leute länger aufhalten und rumstehen (um sich zu „bewegen“, haha). Oft halten sie sich dann an den Kopfstützen der Sitze fest, was ich total unangenehm finde.
      So ein Luftloch haben wir auch schonmal erlebt. Es wurde gerade Essen serviert und eine Reihe hinter uns ging der Rotwein an die Decke. Meine Lasagne konnte ich zum Glück festhalten und natürlich sind wir beim Sitzen auch immer angeschnallt 😉
      LG

  2. Ich achte immer auf einen Fensterplatz, ich schaue gerne raus und außerdem kann man an der Wand besser schlafen 😂 meine must-have Dinge sind außerdem auch
    – der Zwiebellook
    – mini 7Zoll billigTablet mit Musik und ggf ebook (europäische billigairlines habens nicht so mit kostenlosem Entertainment), aber mit ein bisschen Musik beim aus dem Fenster schauen wird es mir selbst auf Langstrecken nicht wirklich langweilig.. Filme schaue ich nur selten, habe ich aber auf tauschbaren microSD Speicherkarten auch ein paar dabei, man weiß ja nie, und Platz brauchen die Dinger ja nicht wirklich. Auf Langstrecken tuts aber meistens das in seat Entertainment, hab das Tab aber trotzdem dabei.
    -Tuch, groß genug, um es als Schal oder Decke zu verwenden
    – Kissen, hab ein Reise-Wendekissen vom Aldi, das entweder ein kleines Kissen oder ein Nackenhörnchen ist
    …ja, das wars so ziemlich. Mein Handgepäck besteht eigentlich immer aus einem kleinen Koffer (mit Notfallgepäck, also eine Garnitur von allem, falls der Koffer mal weg ist) und ner Handtasche, wobei die Handtasche mit der Technik (NOCH passt die Cam rein, wird sich aber demnächst ändern) und alles was man schnell mal auspacken muss voll ist (bei Security und so, dass ich nur ein Teil auspacken muss) und auch was man evtl im Flieger braucht, siehe oben..

  3. Jeder hat ja so seine Eigenarten beim Fliegen. Ich wische immer als erstes alles mögliche an meinem Platz (Tisch, Lehnen, etc.) mit Sagrotan ab. Tee und Kaffee vermeide ich, dass das Wasser normalerweise nicht gekocht sondern nur erhitzt wird. Und dicke Socken habe ich früher auch oft getragen, aber nach dem ich weiss, was gerade an den Toiletten alles auf dem Boden liegt bzw. liegen kann, bleiben die Schuhe an – zumindest wenn ich mir die Beine vertrete.

    • Hallo Rainer, ja, tatsächlich hat so jeder seine Eigenarten. Bisher hatten wir noch keine Probleme mit Infektionen, obwohl ich bei einer langen Flugzeit die klimatisierte Luft kritisch finde.
      Die Socken sind bei mir extra für den Flug und landen bei der ersten Ladung mit in der Waschmaschine.

  4. Deine Auflistung kann ich nur unterschreiben 😉 Ich persönlich ergänze noch um ein grosses Tuch zum Einmummeln und als Nackenschutz wenn es mal wieder zieht.

  5. Wir haben es dieses Jahr in Santiago de Chile erlebt, dass beim boarding auf Wasserflaschen kontrolliert wurde und wir unsere gerade aufgefüllten Flaschen abgeben mussten. Zum Glück waren es einfache PET-Flaschen und keine eigenen. Ich fand das ziemlich frech, aber was machst du, wenn du kurz vor der Flugzeugtür stehst?!
    LG
    Gina

  6. Schöner Artikel. Alternativ zu Seat Guru finde ich seatmaestro.com eine Gute Seite für die Sitzplatzwahl. Dort fidnet man auch eine Anleitung, wie man am besten bei der Suche vorgeht. Ich hab mich auch gerade meine Erfahrungen zusammengeschrieben. Diese überdecken sich in Teilen mit Deinen, was mir zeigt, das ich wohl das eine oder andere richtig mache. 😉 Das Ergebnis hänge ich mal an.

    • Danke 🙂 seatmaestro.com kannte ich noch nicht, schaue ich mir gleich mal an. Deinen Artikel hab ich gestern auch schon gelesen und festgestellt, daß wir ähnliche Ideen haben, um den Flug komfortabler zu gestalten.

  7. Eine schöne Liste.
    Nur habe ich, außer wenn es ins Warme geht, immer „klobige“ Schuhe an.
    Denn die nehmen zu viel Platz im Rucksack weg und sind auch viel zu schwer 😉
    Zwiebellook kann ich nur unterstreichen, denn ich hatte schon jede denkbare Temperatur im Flugzeug. Von eisig kalt trotz Schal und Pulli, bis zu Hitzewallungen trotz T-Shirt.
    Viele Grüße
    Steffi

    • Ich konnte mich noch nicht dazu durchringen, mit den knöchelhohen Lederstiefeln zu fliegen. Dieses Jahr kommen nur leichte Wanderschuhe mit, da hab ich das Problem zum Glück nicht 🙂

  8. Hallo,
    vielen Dank für den Link zu SeatGuru.com, die Seite kenne ich noch gar nicht. Werde ich mir auf jeden Fall für meine nächste Flugbuchung merken. Nutzt du selbst SeatGuru für die Buchung deiner Flüge oder weißt du schon aus Erfahrung, wo die besten Plätze sind?
    Herzliche Grüße
    Natascha

    • Hallo Natascha,
      schön, daß ich Dir damit helfen kann :-). Da sich die Maschinen doch immer mal wieder ändern, schaue ich jedes Mal vor der Buchung nach, welches Fluggerät eingesetzt wird und prüfe dann die Sitzplätze bei Seatguru. Auf jeden Fall schaue ich immer nach, ob es 2er Plätze gibt. Bei Plätzen am Notausgang bin ich immer skeptisch. Ich hatte einmal bei KLM so einen Platz direkt an der Tür in der Flugzeugmitte. Da war die Beinfreiheit durch die Notrutsche in der Tür eingeschränkt und zudem standen dort alle Leute rum, die während des Fluges Bewegung brauchten oder auf die Toilette mussten. An Schlaf war da nicht zu denken.
      LG
      Silke

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