Sunset Crater Wupatki National Monument Flagstaff Blog Titel

Sunset Crater und Wupatki – zwei sehenswerte National Monuments bei Flagstaff

Nur ein kurzer Abstecher vom Highway 89 bei Flagstaff und ein halber Tag Zeit sind notwendig, um zwei sehenswerte National Monuments in die Route einzubauen. Sunset Crater und Wupatki NM liegen ideal auf unserer Route von Marble Canyon nach Sedona.

Wupatki Pueblo

Wupatki Pueblo

Marble Canyon und die Navajo Bridge

18. Mai 2018: Unsere Taschen sind mal wieder fertig gepackt. Wir stehen heute recht früh auf und nach dem Duschen hole ich uns Kaffee von der Rezeption. Gefrühstückt wird auf dem Zimmer. Danach checken wir aus und fahren auf der 89A einmal um die Kurve und dann direkt über die Navajo Bridge.

Die Navajo Bridge besteht aus zwei Stahlbrücken, die den Colorado River in rund 143 m Höhe überspannen. Die ursprüngliche Brücke, die heute eine reine Füßgängerbrücke ist (Reiter dürfen sie auch benutzen), wurde 1929 unter dem Namen „Grand Canyon Bridge“ eröffnet, da der Colorado River unter ihr bereits im Grand Canyon National Park fließt.

Marble Canyon - Colorado River

Marble Canyon – Colorado River

1934 erfolgte die Umbenennung der Brücke und 1995 wurde die zweite Brücke fertiggestellt, über die seitdem der gesamte Autoverkehr läuft. Die ursprüngliche Brücke von 1929 erhielt als Historic Civil Engineering Landmark einen Eintrag in das National Register of Historic Places.

Am westlichen Ende der Brücke befindet sich ein Interpretitive Center mit vielen Informationen zur Navajo Nation und Marble Canyon. Wir parken hier und gehen zu Fuß über die rund 900 m lange Brücke und zurück. Es ist erst 8:30 Uhr und hier sind kaum Menschen unterwegs.

Navajo Bridge - Marble Canyon

Navajo Bridge – Marble Canyon

Das Wasser des Colorado River ist heute Morgen blaugrün und spiegelglatt. Zusammen mit den roten Mesas der Vermilion Cliffs und der markanten Stahlkonstruktion der Zwillingsbrücken bieten sich hier wunderschöne Fotomotive.

Sunset Crater und Wupatki National Monument – hautnah Arizonas Geschichte erleben

Wir fahren rund 90 Minuten auf der 89 Richtung Süden. Vorbei an Badlands und Ausläufern der Painted Desert, die dafür sorgt, dass das Farbspektrum der Hügel hier von blau-gelb-grau bis zu rosa-violett-orange reicht. Weiter im Süden verrät hier und da ein Vulkankegel etwas über die Entstehungsgeschichte dieser Landschaft.

Sunset Crater und Wupatki National Monument liegen an einer 56 km langen Ringstraße, Arizona Highway 395. Der Eintritt kostet $25 (Stand 2020) für beide Parks. Da wir bereits am Anfang der Tour den America the Beautiful Jahrespass gekauft haben, müssen wir nicht extra bezahlen, denn der Eintritt für die beiden National Monuments ist darin enthalten. 

Das Wupatki National Monument schützt mehrere frühzeitliche Pueblos. In den 1100er Jahren lebten mehrere Tausend Menschen in der Gegend, die vermutlich nach dem Ausbruch des Sunset Crater Volcano 1064/1065 besonders fruchtbar war. Das namensgebende Wupatki Pueblo ist mit rund 100 Räumen das größte Pueblo im Park.

Wupatki Pueblo im Wupatki NM

Wupatki Pueblo im Wupatki NM

Im Gebiet des Sunset Crater National Monument befinden sich weitere Vulkankegel und auch die benachbarten San Francisco Peaks gehören vermutlich zum gleichen vulkanischen Hotspot. Zuletzt brach der Sunset Crater Volcano im Jahr 1220 aus. 

Sunset Crater Volcano

Sunset Crater Volcano

Wupatki National Monument – Wupatki Pueblo

Im Wupatki National Monument machen wir zuerst einen Abstecher zum Box Canyon und Lomaki Pueblo. Hier kann man sich auf einem kurzen Trail (0,8 km) einmal die Beine vertreten und die beiden kleinen Pueblos anschauen, die am Rand des Box Canyon thronen.

Nächster Stopp ist das Visitor Center mit dem dahinterliegenden Wupatki Pueblo. Da der Park kein Häuschen am Eingang hat, muss man im Visitor Center den Eintritt zahlen bzw. seinen Pass vorzeigen, bevor man auf den Trail zum Wupatki Pueblo gehen darf.

Rundweg am Wupatki Pueblo

Rundweg am Wupatki Pueblo

Wupatki Pueblo im Wupatki National Monument

Wupatki Pueblo im Wupatki National Monument

Das Wupatki Pueblo besteht nicht nur aus einer Hauptstruktur mit diversen Räumen, sondern beinhaltet auch ein Spielfeld für Ballspiele und einen runden Gemeinschaftsraum. Auf einem 0,8 km langen Rundweg kann man das Pueblo umrunden und von allen Seiten bestaunen. 2004 war ich schon einmal abends hier. Im Licht der untergehenden Sonne sind die Strukturen natürlich besonders schön. Aber auch im Morgenlicht mit unendlich blauem Himmel ist das Pueblo ein faszinierender Ort.

Wupatki National Monument

Wupatki National Monument

Sunset Crater National Monument – Wandern am Vulkan

Auf der Fahrt Richtung Süden zum Sunset Crater National Monument hat man an einigen Stellen einen genialen Blick auf die etwas tiefer liegende Painted Desert. Der Kontrast zwischen schwarzer Lava und rotleuchtender Wüste ist traumhaft schön.

Leider darf der Vulkankegel selbst nicht mehr begangen werden. Wir parken auf einem Parkplatz in der Nähe des Berges. Hier startet der Lava Flow Trail. Er besteht aus zwei Loops, von denen einer auch tauglich für Rollstuhlfahrer ist und schöne Aussichten auf den Bonita Lava Flow und den Sunset Crater ermöglicht.

Sunset Crater Vulkankegel bei Flagstaff

Sunset Crater Vulkankegel bei Flagstaff

Sunset Crater National Monument - erstarrte Lava

Sunset Crater National Monument – erstarrte Lava

Sunset Crater bei Flagstaff

Sunset Crater bei Flagstaff

Lava Flow Trail mit Blick auf die San Francisco Peaks

Lava Flow Trail mit Blick auf die San Francisco Peaks

Kombiniert man beide Loops, kommt man auf eine Strecke von 1,6 km. Ein gemütlicher und sehr abwechslungsreicher Spaziergang. Sunset Crater und Wupatki National Monument bietet sich übrigens auch an, wenn man sein Basecamp in Flagstaff aufgeschlagen hat (was sich sehr lohnt). Weitere Sehenswürdigkeiten in der Gegend sind z.B. der Meteor Crater, die Lava River Cave und das Walnut Canyon National Monument.

Flagstaff, Route 66 und Galaxy Diner

Inzwischen ist es schon Mittagszeit und natürlich sind wir schon wieder hungrig. Ihr ahnt es schon: nächster Stopp ist das Galaxy Diner an der Route 66. Schon wieder? Ja, wir können von diesem authentischen Diner einfach nicht genug bekommen. Leider hat das Galaxy Diner im Herbst 2019 endgültig seine Pforten geschlossen.

Galaxy Diner in Flagstaff

Galaxy Diner in Flagstaff

Galaxy Diner

Galaxy Diner

Auf dem Parkplatz des Galaxy Diner fällt uns dieses Pony ins Auge:

Route 66 Flair

Route 66 Flair

Während wir unser Essen genießen, kommt schon eine Nachricht von Kate, bei der wir ein Airbnb in Sedona für die nächsten drei Nächte gemietet haben. Nachdem wir Burger und Milkshake verdrückt haben, fahren wir noch rund eine Stunde auf der 89 und durch den Oak Creek Canyon, bis wir das schöne Häuschen von Kate in der Nähe der Chapel of the Holy Cross in Sedona erreichen.

Sedona – wunderschöne Unterkunft mit Blick auf die Red Rocks

Kate erwartet uns schon vor dem Haus. Unsere Unterkunft hat einen eigenen Parkplatz auf dem Grundstück und einen separaten Eingang. Das Appartement liegt hinter der Garage und besteht aus einem großen Schlafzimmer sowie einem wirklich großzügig geschnittenen Badezimmer. Der Blick aus dem Schlafzimmer geht in den eigenen kleinen Garten, in dem es eine Mini-Terrasse mit Tisch und Stühlen gibt.

Airbnb in Sedona

Airbnb in Sedona

Unsere Gastgeberin erklärt uns alle Features der Unterkunft und verwöhnt uns zudem mit hausgemachten Süßgkeiten: Pretzels mit dunklem Schokoladenüberzug.

Hausgemachte Leckereien im Airbnb in Sedona

Hausgemachte Leckereien im Airbnb in Sedona

Schließlich ist das Gepäck untergebracht und das Zimmer bezogen. Der Kühlschrank ist allerdings etwas leer, deshalb fahren wir zum Safeway in Sedona. Hier sind vielleicht merkwürdige Leute unterwegs: Damen in rosafarbenen Jogginganzügen mit kleinen Hündchen…sehr schickimicki.

Über unser Airbnb in Sedona: Chapel Vista Getaway

Art der Unterkunft: Mini-Appartement mit Bad, Kühlschrank, Kaffeemaschine, Grundausstattung an Geschirr und Besteck, Garten und eigenem Zugang in einem Privathaus

Anzahl der Nächte: 3

Preis pro Nacht: 107 Euro (inkl. Reinigungs- und Servicegebühr, gebucht über Airbnb)

Frühstück inklusive: nein, es gibt reichlich Kaffee und zur Begrüßung hausgemachte Schoko-Brezel

Parkplatz: ja, kostenlos

Pool: nein

WLAN: ja

Fazit: Das Haus liegt in einem ruhigen Wohngebiet fußläufig zur Chapel of the Holy Cross. Die Unterkunft selbst besteht aus einem Schlafzimmer mit angeschlossenem Bad und separatem Eingang. Dazu gehört noch ein kleiner Garten mit Sitzmöglichkeiten. Die Unterkunft ist sauber und total gemütlich. Es gibt einen Keurig Coffeemaker sowie einen Kühlschrank und eine Mikrowelle. Geschirr und Besteck ist auch vorhanden. Wir haben uns immer selbst Frühstück gemacht und es im Garten genossen, während wir die Vögel rundherum beobachtet haben.

Das Badezimmer ist sehr groß und es gibt kuschelige Bademäntel, was ich sehr genossen habe.

Link zur Unterkunft: diese Unterkunft wird leider über Airbnb nicht mehr angeboten. Über Airbnb finden sich jede Menge Alternativen. Mit diesem Link schenken wir Dir einen kleinen Betrag, wenn Du Dein Airbnb-Konto eröffnest. Wir bekommen dabei auch eine kleine Gutschrift.

Airbnb Sedona - Privater Eingang

Airbnb Sedona – Privater Eingang

Chapel Vista Getaway in Sedona

Chapel Vista Getaway in Sedona

Airbnb in Sedona - Herzlich Willkommen

Airbnb in Sedona – Herzlich Willkommen

Chapel Vista Getaway in Sedona - Küchenecke

Chapel Vista Getaway in Sedona – Küchenecke

Gut ausgestattet - Airbnb in Sedona

Gut ausgestattet – Airbnb in Sedona

Airbnb Sedona - Badezimmer

Airbnb Sedona – Badezimmer

Airbnb in Sedona - Kaktus im Garten

Airbnb in Sedona – Kaktus im Garten

Sonnenuntergang an der Chapel of the Holy Cross in Sedona

Sedonas Sonnenuntergänge sind ja fast schon berühmt, also wollen auch wir am ersten Abend nicht auf dieses Schauspiel verzichten. Da wir so nah an der Chapel of the Holy Cross wohnen, ist sie unser Ziel und wir gehen einfach zu Fuß dorthin. Das Tor ist zwar schon geschlossen und wir können nicht mehr auf den kleinen Hügel direkt zur Kirche, aber auch von unten lässt sich die Kapelle wunderschön in Szene setzen.

Abends in Sedona - nahe der Chapel of the Holy Cross

Abends in Sedona – nahe der Chapel of the Holy Cross

Sonnenuntergang in Sedona - Chapel of the Holy Cross

Sonnenuntergang in Sedona – Chapel of the Holy Cross

Chapel of the Holy Cross Sedona - Sonnenuntergang

Chapel of the Holy Cross Sedona – Sonnenuntergang

Zurück in der Unterkunft setzen wir uns in den Garten. Bei Baguette und Bier den Abend genießen und dabei die Vögel beobachten, die sich an den aufgehängten Futterstellen vergnügen, schöner kann es eigentlich nicht sein. 

Abends im Garten - Airbnb Sedona

Abends im Garten – Airbnb Sedona

Morgen soll es dann schon vor dem Frühstück auf die erste Wanderung in Sedona gehen: auf den Cathedral Rock!

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Weitere Berichte von der Grand Canyon intense Tour 2018:

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Damit fotografieren und filmen wir

Oft werden wir gefragt: womit macht Ihr eigentlich Eure Fotos und Videos? Ihr wisst ja: nicht die Ausrüstung macht ein Bild zu dem, was es ist, sondern vor allem die Person hinter der Kamera. Die richtige Ausrüstung unterstützt ein schönes Foto.

In unserem Gepäck befinden sich die im folgenden genannten Artikel (teilweise haben wir die aktuelleren Versionen verlinkt).

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GoPro und Zubehör

Seit 2018 ist die GoPro bei uns mit im Gepäck. Wir lieben sie besonders wegen ihrer geringen Größe bei gleichzeitig großer Robustheit. Zudem ist sie ab der 6er Reihe wasserdicht und fotografiert im RAW-Format.

Bei GoPro raten wir Euch zu originalem Zubehör, zumindest was die Akkus angeht! Wir haben mit No-Name-Akkus sehr schlechte Erfahrungen gemacht gegenüber dem Original.

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: West Fork of Oak Creek - die schönste Wanderung in Sedona?

  2. Hey ihr beiden,
    schöner Beitrag, der Erinnerungen weckt – wir waren 2018 am Sunset Crater (nicht lange vor unserem Treffen) und fanden es dort richtig gut! Schönes kleines National Monument mit nettem Visitor Center und einigen Trails, v.a. war angenehm wenig los. Wäre auch eine Möglichkeit für eine Übernachtung auf dem Campground gewesen.
    Liebe Grüße von Kerstin und Klaus

    • Genau so haben wir es auch empfunden und ich finde, es ist ein lohnenswerter Abstecher. Wir denken übrigens immer wieder gerne an unser Treffen auf dieser Tour.
      Liebe Grüße zurück 🙂

  3. Pingback: Doe Mountain Trail - Wandern zum Sonnenuntergang in Sedona

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