nach paris mit dem auto fahren

5 gute Gründe, mit dem Auto nach Paris zu fahren

Mit dem Auto nach Paris fahren? Wie bitte? Völlig verrückte Idee!

Ja und nein. Wir persönlich finden es auch etwas verrückt, in die Pariser Innenstadt (dazu zählt alles innerhalb der Ringautobahn Boulevard Périphérique) mit dem eigenen Auto zu fahren. Es gibt Verkehrsregeln, die Auswärtigen normalerweise nicht bekannt sind, und die Fahrweise unserer französischen Nachbarn ist auch nicht immer das, womit wir Deutschen klar kommen.

Selber fahren am Place de la Concorde?

Selber fahren am Place de la Concorde?

Zudem ist die Parksituation sehr speziell. Es gibt zwar Parkhäuser, diese sind jedoch genau wie die typischen kleinen Pariser Hotels: eher vertikal als horizontal und schön eng.

Also, warum solltest Du nach Paris mit dem Auto fahren?

In diesem Beitrag möchten wir Dir 5 abwechslungsreiche und teilweise auch noch nicht zu bekannte Ziele rund um Paris vorstellen, die Du sehr gut mit einem Besuch der wunderschönen Stadt an der Seine verbinden kannst. Ich komme seit 1989 immer wieder nach Paris und habe viel Zeit in der Stadt und in den östlichen und südlichen Vororten verbracht. Oftmals waren diese Reisen Roadtrips mit unserem eigenen Auto.

Die Anreise mit dem eigenen Auto hat den charmanten Vorteil, daß Du total flexibel bist. Keine Lust auf die laute und hektische Innenstadt? Ab auf’s Land. Uns als Shopping-Fetischisten freut natürlich auch, daß unser Auto für Gepäck keine Gewichtsbegrenzung auf 23 kg (oder weniger wie bei „smarten“ Flugtarifen) hat.

Als Nachteil könntest Du die eventuell längere Anfahrtszeit ansehen. Wir fahren ab Hamburg rund 9 Stunden, das lohnt sich nur, wenn wir mindestens 4-5 Nächte vor Ort haben.

Übernachten in Paris mit dem Auto

Sind wir mit dem eigenen Auto unterwegs, so übernachten wir natürlich nicht mitten in der Stadt. Für uns hat sich ein Hotel oder Airbnb in den östlichen Vororten bewährt, am besten mit RER Bahnstation in der Nähe und guten Parkmöglichkeiten. Zuletzt waren wir in By-sur-Marne und Bussy-Saint-Georges. Übrigens: wir buchen nie Luxus-Unterkünfte, sondern reisen eher budgetorientiert.

Jetzt aber zu den 5 wirklich guten Gründen, warum Du Dein Auto dabei haben solltest. Keine Sorge, Nicht-Autofahrer müssen nicht traurig sein. Alle Ziele können natürlich auch ohne Auto besucht werden. Wir stehen einfach auf’s Autofahren und die vorgestellten Orte sind super bequem per Auto zu erreichen.

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Es geht gleich los mit unserem persönlichen Highlight:

#1 Sommerabende bei Kerzenlicht im Schloß Vaux-le-Vicomte und in den Gärten

Zwischen 1641 und 1661 ließ Nicolas Fouquet durch den Architekten Louis Le Vau ein kleines Landhaus rund 50 km südöstlich von Paris in ein zauberhaftes Schloß verwandeln: Vaux-le-Vicomte. Die Gärten wurden von André Le Notre gestaltet, der sich auch für die Gärten von Versailles verantwortlich zeichnet, und sollen sein Meisterstück darstellen.

Das Schloß und die Gärten waren bereits Kulisse für zahlreiche Kinofilme, wie z.B. für den 1997 erschienenen Film „Der Mann in der eisernen Maske“ mit Gérard Depardieu, John Malkovich und Leonardo DiCaprio. Die Räume des Hauses sind original möbliert und da das Schloß nicht endlos groß ist, macht eine Besichtigung richtig viel Spaß und ist eine Art Zeitreise.

Soirée aux Chandelles in Vaux-le-Vicomte

Soirée aux Chandelles in Vaux-le-Vicomte

An jedem Sommerwochenende verwandelt sich der Park abends in ein Lichtermeer. Fast ausschließlich von Kerzen beleuchtet und bei dezenter klassischer Musik kannst Du ein Glas Champagner trinken und ein Picknick machen. Die „Soirées aux Chandelles“ sind besonders bei Einheimischen sehr beliebt. Die Kerzenbeleuchtung gibt es übrigens nicht nur in den Gärten, sondern auch im Schloß selbst. Romantischer geht’s nicht.

Insider-Tipp: Früh genug vor Ort sein, um die Gärten noch im letzten Tageslicht zu sehen.

#2 Shopping Wahnsinn im Val d’Europe

Stehst Du auch so wie wir auf’s Shoppen? In den USA planen wir uns immer etwas Zeit für die Outlet Malls und auch für andere Shopping Möglichkeiten ein. Im Osten von Paris findest Du einen Shopping-Tempel, der den typischen USA Malls in nichts nachsteht: das Centre Commercial International Val d’Europe.

Das Center ist in drei Abschnitte eingeteilt. Das Val d’Europe ist ein zweistöckiges Shopping Center mit französischen und internationalen Marken. Von Mode bis Technik ist hier alles vertreten. Nicht verpassen: den zweistöckigen Auchan Supermarkt. Angeschlossen an die Mall ist Les Terrasses, der Food Court der Einkaufsmeile. Im Untergeschoß befindet sich ein Sea Life Aquarium, in dem es sogar einen Haifischtunnel gibt. Den dritten Abschnitt bildet das La Vallée Village, mit 110 Outlet Stores namhafter Designer.

Shopping-Spaß garantiert!

Insider-Tipp: Unbedingt das Wochenende meiden, dazu gehören auch die Sonntage, an denen das Outet Center geöffnet ist. In der Woche shoppt es sich hier viel entspannter.  

#3 Auf den Spuren von Claude Monet in Giverny

Seit der Schulzeit bin ich absoluter Fan von Claude Monets Werken. Ehrfürchtig habe ich die Seerosen Panels im Musée de L’Orangerie angeschaut und mich im Musée Marmottan vor seinem dem Impressionismus namensgebenden Werk „Impression soleil levant“ verloren. Somit war der Besuch seines Hauses und vor allem seiner Gärten in Giverny in Muss.

Rund 80 km westlich von Paris und schon in der Normandie liegt der kleine Ort Giverny, in dem Claude Monet 43 Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 1926 lebte. Haus und Gärten wurden liebevoll restauriert und sind seit 1980 der Öffentlichkeit zugängig.

Monets Garten in Giverny (Quelle: Pixabay)

Monets Garten in Giverny (Quelle: Pixabay)

Ein Spaziergang durch die Gärten ist wie eine Reise durch Monets zahlreiche Gemälde. Monet liebte seinen Garten und widmete ihm einen Großteil seiner Zeit.

Insider-Tipp: Bleib über Nacht in Giverny (vielleicht auch auf dem Weg Richtung Meer?) und besuche Monets Haus und Garten spätnachmittags oder früh morgens, um den Massen zu entgehen. Tickets kannst Du im voraus erwerben*, um die Schlangen zu vermeiden.

#4 Champagner-Tasting in Épernay

Die Champagne liegt etwa 130 km östlich von Paris und bietet sich ideal für einen Trip ins Grüne an. Einziger Nachteil bei der Anfahrt mit dem Auto: einer von Euch muss sich mit dem Testen der Champagner Sorten etwas zurückhalten 😉

Champagner darf sich nur Schaumwein aus der Region Champagne nennen. Übrigens schmeckt das prickelnde Getränk angeblich am besten zusammen mit den zart rosa  Keksen Biscuits Rose de Reims* und sollte nach dem Kauf bald betrunken werden, da die Lagerung bereits in der Kellerei erfolgt ist. Champagner wird mit weiterer Lagerung nicht besser.

Auf der Route Touristique du Champagne fährst Du vorbei an einladenden Weinbergen durch das Tal des Flusses Marne bis nach Épernay, dem Zentrum der Champagnerproduktion. Viele namhafte Kellereien sind hier ansässig und unter der Stadt befinden sich mehr als 100 km Stollen im Kalkfelsen, in denen das kostbare Gut gelagert wird. Die meisten der Champagner Hersteller bieten geführte Touren durch ihre Häuser und Kellereien an, bei denen natürlich auch probiert werden kann. Wir haben uns für eine Führung beim Traditionshaus Moët & Chandon sowie für die Kellerei De Castellane entschieden und fanden beide Führungen informativ und kurzweilig.

Über 100 km Kalkstollen befinden sich unter Épernay

Über 100 km Kalkstollen befinden sich unter Épernay

Weiterhin sehenswert ist in der nahegelegenen Stadt Reims die gotische Kathedrale Notre-Dame, die seit 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Insider-Tipp: Bei genügend Platz im Auto solltest Du auf dem Rückweg in Fleury la Rivière vorbeischauen. Warum bei den teuren Kellereien einkaufen, wenn Du dort bei Champagne Demière direkt in der Kellerei einen richtig guten Champagner bekommen kannst. Diesen Tipp haben wir direkt von unserem französischen Bekannten Pascal, der in Paris lebt, und wir haben es selbst natürlich auch ausprobiert. Französischkenntnisse sind hier von Vorteil 😉

#5 Schnuppern bei der Maus

Natürlich weißt Du, daß rund 30 km östlich von Paris seit 1992 die Maus residiert. Das Disneyland Resort Paris ist mit zwei Themenparks, sechs on-site Disney Themenhotels und einem Vergnügungsviertel, dem Disney Village, definitiv mehr als einen Tagesausflug wert.

Um ein wenig Disney-Luft zu schnuppern, ohne dabei die Themenparks zu besuchen, lohnt sich ein halber Tag bei der Maus, an dem Du das Disney Village und die Themenhotels genauer unter die Lupe nimmst. Das Disney Village, einem Komplex mit Restaurants, Shops, Kinos und einer Wild West Dinner Show*, kann kostenlos (außer zu bestimmten speziellen Anlässen) erlebt werden. Die Attraktionen selbst (Kino etc.) sind natürlich nicht kostenlos, können aber unabhängig vom Eintritt in die Themenparks besucht werden.

Disney Village (Luftaufnahme von 2008)

Disney Village (Luftaufnahme von 2008)

Direkt angrenzend liegt Lake Disney. Um den See herum wurden die Hotels New York, Sequoia Lodge und Newport Bay Club gebaut und einen kurzen Fußweg weiter liegen zwei weitere Disney Hotels: Santa Fe und Cheyenne. Die Hotels rund um den See sind thematisch liebevoll gestaltet von namhaften Architekten, wie z.B. Robert A. M. Stern. Ein Spaziergang durch diese Häuser ist wie eine kurze Reise durch verschiedene Gebiete der USA.

Auf der anderen Seite des Disney Village führt der Weg durch die Fantasia Gardens bis kurz vor den Eingang des Disneyland Parks. Rechterhand findest Du eine Drehtür, die Dich in die Lobby des Disneyland Hotels bringt, welches majestätisch den Eingang zum Park bildet. Hier triffst Du zur Check-In Zeit relativ häufig auch Disney Figuren an. Geh die Treppe hoch und nimm den Gang, der Dich zu Restaurants und zum Shop führt.

Zu Besuch bei der Maus im Disneyland Hotel

Zu Besuch bei der Maus im Disneyland Hotel

All diese Eindrücke von der magischen Welt kannst Du quasi kostenlos genießen.

Ein Essen im Restaurant California Grill ist dann zwar ein teures Vergnügen, wird Dich aber ganz sicher nicht enttäuschen. Wenn Du einen Tisch am Fenster bekommst, genießt Du dazu noch einen wunderbaren Blick über die Main Street USA im Disneyland Park. Die beiden Links bei diesem Tipp führen Dich übrigens zu einer hervorragenden privaten Website über das Disneyland Paris, die mit Leidenschaft von Torsten Schneider, den ich bereits seit der Silvesterfeier 1999 im Disneyland Paris kenne, und seiner Frau geführt wird.

Insider-Tipp: Parken solltest Du nicht auf dem Hauptparkplatz, sondern auf dem Parkplatz Indigo an der Avenue Paul Séramy. Einfach der Ausschilderung zum Disney Village bzw. zu den Hotels folgen und nicht Richtung Themenparks.

Haben Dir unsere gesammelten Ideen gefallen und kannst Du Dir jetzt vorstellen, einen Roadtrip Richtung Paris zu machen?

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