Yellow Rock Utah Blog Titel

Yellow Rock in Utah – Wandern an der Cottonwood Canyon Road

Yellow Rock ist eines der vielen Naturwunder im Grand Staircase Escalante National Monument (kurz GSENM) in Utah. Er liegt an einer der schönsten Dirt Roads des Südwestens, der Cottonwood Canyon Road (BLM 400), und ist auch im Süden vom Highway 89 weithin sichtbar. Könnte sein, daß er Euch auch schon mal direkt ins Auge gefallen ist auf der Strecke zwischen Page und Kanab, die klassisch in eine Route durch den Südwesten passt.

Yellow Rock

Yellow Rock

Reisebericht: Hike auf den Yellow Rock

Bei bisherigen Reisen haben uns widrige Witterungsbedingen immer die Fahrt über die Cottonwood Canyon Road vermasselt. Aber nicht so bei der Grand Canyon intense Tour. Endlich gute Road Conditions!

7. Mai 2018: Aus Escalante kommend haben wir den Vormittag bereits mit Zielen an der Cottonwood Canyon Road verbracht. Neben dem Hike im Willis Creek Slot Canyon an der Skutumpah Road gab es auch einen kurzen Abstecher zum wunderschönen Grosvenor Arch. Letzterer scheint übrigens ein beliebtes Ausflugsziel für Schulklassen und Senioren zu sein.

Trailhead und Parken

Gegen 13 Uhr passieren wir von Norden kommend den Trailhead zum Lower Hackberry Canyon, an dem wenige Autos parken. Einige Leute starten hier für den Yellow Rock, dessen „Gipfel“ heute auch eins unserer Ziele ist. Wir halten uns jedoch an die Beschreibung von Peter Felix Schäfer und parken am deutlich sichtbaren Abzweig zur Brigham Plains Road (BLM 430).

Yellow Rock Trailhead an der Brigham Plains Road

Yellow Rock Trailhead an der Brigham Plains Road

Von hier geht es Richtung Westen direkt auf die Felswand zu. Es gibt keinen richtigen Trail sondern nur diverse Trampelpfade, die allesamt quer durch die Sträucher in diesem Wash führen. Das Gebüsch ist ziemlich dicht und manchmal bräuchten wir fast eine Machete. Mit schön zerkratzten Armen und Beinen tauchen wir schließlich aus diesem Dschungel wieder auf, überqueren wir den Cottonwood Creek und finden den Einschnitt bzw. den kleinen Seitencanyon, in dem sich der eigentliche Yellow Rock Trailhead befindet. Ab hier ist ein deutlicher Weg erkennbar. Aber keine Sorge, einfacher wird es jetzt trotzdem nicht.

Aufstieg zum Yellow Rock

Vom Trailhead aus geht es extrem steil über ein rutschiges Geröllfeld mit Kakteen nach oben. Ein schmaler Pfad und einige Steinmännchen sind erkennbar und wir kämpfen uns mit brennender Lunge nach oben. Hilfreich sind für diesen Abschnitt entweder Wanderstöcke oder aber Handschuhe. Letztere werden mir besonders auf dem Rückweg sehr nützlich sein. Am oberen Ende des Geröllfeldes befindet sich ein kleiner Absatz mit schön gestreiftem Muster auf dem Boden. Von hier ist der Yellow Rock selbst noch nicht zu sehen. Es liegen noch ein paar steile Meter vor uns, bevor der gelbe Riese ins Blickfeld kommt.

Unten schlängelt sich die Cottonwood Canyon Road

Unten schlängelt sich die Cottonwood Canyon Road

Skurrile Formation am Fuß des Yellow Rock

Skurrile Formation am Fuß des Yellow Rock

Einige Schritte sind es noch bis zum Fuß des Berges und ich bin schon ziemlich kaputt. Wir haben uns natürlich auch die beste Zeit für diesen Hike ausgesucht: über Mittag. Als wir den gelben Sandsteinhügel erreichen, mache ich erstmal eine kurze Pause unter einem Gebüsch im Schatten, bevor wir den Anstieg auf den Gipfel wagen.

Verschnaufpause am Fuß des gelben Riesen

Verschnaufpause am Fuß des gelben Riesen

Blick vom gelben Sandsteinriesen

Der Aufstieg zieht sich ein wenig, ist aber wirklich sehr lohnenswert. Vor allem, wenn man sich die Zeit nimmt, die Strukturen und Farben dieses Sandsteinwunders so richtig aufzusaugen und zu genießen. Oben angekommen machen wir dann auch endlich unsere wohlverdiente Lunchpause und genießen den Blick in alle Richtungen. Intensives rot, weiß und natürlich gelb verwöhnen unsere Augen und unsere Gehirne können diese Pracht kaum aufnehmen. Unten im Tal, wo sich die Cottonwood Canyon Road schlängelt, lässt sich jetzt sehr gut die Struktur des sogenannten Cockscomb (Hahnenkamm) erkennen, der auf längeren Strecken parallel zur Straße verläuft.

Aufstieg zum Gipfel

Aufstieg zum Gipfel

Farbrausch an der Südostflanke des Yellow Rock

Farbrausch an der Südostflanke des Yellow Rock

Rückweg vom Yellow Rock zur Cottonwood Canyon Road

Beim Abstieg vom Yellow Rock und Rückweg zum geparkten Auto an der Cottonwood Canyon Road müssen wir insbesondere auf dem letzten Stück über das Geröllfeld sehr vorsichtig sein. Einige Abschnitte lege ich im Krabbengang zurück, um nicht auszurutschen und in einem Kaktus zu landen. Zum Glück haben wir Handschuhe dabei, die wir am Anfang des Urlaubs im Walmart gekauft haben. So reiße ich mir wenigstens nicht die Hände auf und komme gut und sicher unten an.

Unglaubliche Farbenpracht

Unglaubliche Farbenpracht

Happy Hikers auf dem Gipfel des Yellow Rock

Happy Hikers auf dem Gipfel des Yellow Rock

Beim Abstieg vom Yellow Rock

Beim Abstieg vom Yellow Rock

Jetzt erwartet uns noch einmal das durchqueren des Strauch- und Gebüsch-Dschungels, welches nicht ohne weitere Kratzer an den Extremitäten zu meistern ist.
Kurz vor 16 Uhr sind wir äußerst zufrieden zurück am Auto. Dieses Gefühl kennt sicher jeder, der gerne im Südwesten Wandern geht: nach einem schönen Hike endlich zurück am Auto. Raus aus den Wanderschuhen und am besten ein eiskaltes Getränk aus der Kühlbox, bevor wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft für die nächsten fünf Nächte in Kanab machen.

Fakten zum Yellow Rock Hike

  • Trailhead: an der Cottonwood Canyon Road am Abzweig zur Brigham Plains Road (14,2 Meilen ab Highway 89 oder 31,8 Meilen ab Highway 12, Cannonville)
  • Länge: rund 3,2 km one-way
  • Höhendifferenz: etwa 100 Meter
  • Zeitbedarf: Rund 2,5 – 3 Stunden, je nach Lust und Fotostopps auch länger.
  • Schuhe: Wir empfehlen Wanderstiefel bzw. knöchelhohe Schuhe mit gutem Profil.
  • Gepäck: Kopfbedeckung, Wasser, Verpflegung und einen Pulli nicht vergessen.
  • Insider-Tipp: Nimm Dir Zeit für den Aufstieg auf dem Yellow Rock und tauch richtig ein in Farben und Strukturen. Hilfreich fanden wir die Beschreibung und die Koordinaten von Fritz Zehrer.

Von der Cottonwood Canyon Road nach Kanab

Kurz vor der Kreuzung mit der 89 führt die Cottonwood Canyon Road noch durch sehr schöne Badlands östlich des Paria River. Vor lauter Begeisterung hab ich hier tatsächlich überhaupt keine Fotos gemacht.

Schließlich erreichen wir Highway 89 und biegen Richtung Kanab ab. Einen kurzen Abstecher machen wir noch zur Paria Contact Station, um uns dort nach dem Zustand des Paria River Canyon und der Buckskin Gulch zu erkundigen. „Thigh high mud“ steht dort für die Buckskin Gulch…

Als ich auf mein Telefon schaue, sehe ich, daß unsere Gastgeberin Celeste schon eine Nachricht geschickt hat und sich auf uns freut. Ich schreibe ihr, daß wir in ca. 45 Minuten ankommen werden.

In Kanab finden wir schnell das markante Haus von Celeste und Nicholas wieder. Wir waren hier 2015 für zwei Nächte und haben uns sofort richtig wohl gefühlt. Jetzt freuen wir uns auf insgesamt 5 Nächte in dieser tollen Unterkunft. Als wir ankommen, werden wir schon erwartet und von Celeste begrüßt. Unser Zimmer ist bereit und genau so gemütlich, wie wir es in Erinnerung haben. Als erstes quatschen wir natürlich mit Celeste und sie zeigt uns alle Veränderungen im Haus. Seit unserem letzten Aufenthalt wurden einige Zimmer neu gestaltet.

Burro Flats High Desert Lodge in Kanab

Burro Flats High Desert Lodge in Kanab

Burro Flats High Desert Lodge - unser Zimmer im Erdgeschoss

Burro Flats High Desert Lodge – unser Zimmer im Erdgeschoss

Burro Flats High Desert Lodge - Wohnzimmer

Burro Flats High Desert Lodge – Wohnzimmer

Burro Flats High Desert Lodge - Frühstück

Burro Flats High Desert Lodge – Frühstück

Burro Flats High Desert Lodge - Frühstück

Burro Flats High Desert Lodge – Frühstück

Für das Dinner empfiehlt Celeste uns das Juniper Ridge Restaurant in Fredonia. Es ist zwar nur knapp 5 Autominuten von Kanab entfernt, liegt aber schon in Arizona. Dort wird ein echt leckerer Bison Burger serviert und den haben wir uns nach dem heutigen Hike auf den Yellow Rock mehr als verdient. Fotos gibt es davon leider nicht.

Abends entspannen wir in unserer Suite (die übrigens den gesamten linken Teil des Hauses einnimmt) und freuen uns auf die kommenden 4 Tage in Kanab, die wir mit einigen schönen Hikes (es geht zum Beispiel zweimal in den Zion National Park) und dem lang ersehnten Besuch eines meiner absoluten Traumziele füllen werden.

Über unsere Unterkunft in Kanab: Burro Flats High Desert Lodge

Art der Unterkunft: Großes Haus am Stadtrand von Kanab mit insgesamt 6 unterschiedlichen und extrem liebevoll gestalteten Gästezimmern. Die meisten der Zimmer haben ein eigenes en-suite Bad mit Dusche und/oder Badewanne. Das Erdgeschoss ist der Gemeinschaftsbereich mit riesiger, voll ausgestatteter und gemütlicher Küche, Wohnzimmer, Terrasse und Billardtisch. Im Untergeschoss des Hauses wohnen die Hosts.

Anzahl der Nächte: 5

Preis pro Nacht: 88 Euro

Frühstück inklusive: Kaffee, Tee, Obst, Toast und Müsliriegel sind vorhanden.

Parkplatz: ja, direkt vor dem Haus

Pool: nein

WLAN: ja, inklusive

Fazit: Wir lieben diese Unterkunft! Die Hosts Celeste und Nicholas sind die herzlichsten Menschen, die man sich vorstellen kann. Man sollte hier allerdings nur übernachten, wenn man den Kontakt zu anderen Gästen nicht scheut, denn Küche und Wohnzimmer sind hier Gemeinschaftsbereiche. Man lernt auf diese Weise viele interessante Leute kennen. Hinter dem Haus leben die beiden Esel Donny und Chocolate Bear, denen man als Gast des Hauses einen Besuch abstatten darf (nur in Begleitung von Celeste).

Wir hatten das größte Zimmer im Erdgeschoss gemietet, es erstreckt sich über den gesamten linken Flügel. Insgesamt könnten 5 Personen in dieser Suite schlafen. Man hat Blick auf die Wüste und das Gehege mit den Eseln. Es gibt ein schönes Bad mit einer großen Dusche und einem Whirlpool.

Der Billardtisch stand im Wohnzimmer direkt neben unserer Zimmertür. Es wurde abends so bis 22 oder 23 Uhr Billard gespielt, somit war es etwas lauter. Hat uns jetzt nicht gestört. WLAN kostenlos.

Dies war bereits unser zweiter Besuch (das erste Mal war 2015) hier und dieses Mal haben wir auch selbst gekocht und uns richtig zu Hause gefühlt während unserer 5 Nächte. Celeste und Nicholas sind wahnsinnig nette und freundliche Gastgeber. Wir haben schöne Abende mit den anderen Gästen im Haus verbracht und viel geredet.

Kostenlos waschen kann man übrigens auch in dieser Unterkunft.

Solltest Du noch nie bei Airbnb gebucht haben, schenken wir Dir mit diesem Link einen Gutschein für Deine erste Buchung. Wir erhalten dadurch auch eine winzige Gutschrift.

Link zur Unterkunft: Burro Flats High Desert Lodge

Früher an diesem Tag          Nächster Tag →

Weitere Berichte von der Grand Canyon intense Tour 2018:

Gefällt Dir unsere Seite?

Zeig es uns und Deinen Freunden, Bekannten und Verwandten, indem Du uns in den sozialen Medien folgst, Deine Lieblingsbeiträge kommentierst und auch gerne teilst.

Zu den anderen Themenbereichen unserer Seite geht es hier:

Planen | Reisen | Shoppen | Wandern | Reiseberichte | Gebloggt

Du möchtest uns unterstützen? Wenn Du über diesen Link (Affiliate Link) etwas bei Amazon bestellen solltest, so kostet es Dich keinen Cent extra und wir erhalten eine kleine Provision. Was machen wir damit? Wir decken in erster Linie die Unkosten. Sollte etwas übrig bleiben, investieren wir in Safetravels.de in Form von Ausrüstung und Reisen.

Willst Du mehr von uns sehen? Folge uns hier:

Facebook | Instagram | Pinterest | Youtube | RSSBloglovin | Feedly

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Wave Permit Lotterie Kanab - so bekommt man ein Permit für die Wave

  2. Ja die CCR, sie ist wunderschön wir haben 2015 drei Nächte im Kodachrome Stare Park übernachtet. Damals gab es noch die Cabin dort. Der Samstag war dann Regenwetter.. wir sind san. gegen Abend nach Tropic zum einkaufen gefahren, am abzweiger wo die ungeteerte CCR los geht, haben wir u s die völlig nasse CCR angeschaut, sie war extrem glitisch, sogar zu Fuss ein Risiko das man auf dem Hintern landet. Der Sonntag war dann schönes Wetter und extremst Windig, so konnten wir am Montag wieder über die CCR fahren als ob nix gewesen wäre….

    Danke für Euren Bericht

    • Bei Regen ist das wirklich sehr gefährlich. Manchmal hat man ja Pech und es dauert Wochen, bis alles wieder ordentlich trocken ist. Bei uns gab es nur eine nasse Stelle in einem Wash und der Rest war super befahrbar.

Schreibe einen Kommentar