Hidden Canyon

Hidden Canyon – Zion von der schönsten Seite

Hidden Canyon ist einer der weniger bekannten Hikes im Zion Canyon. Nach einem schweißtreibenden Aufstieg erreichst Du einen schattigen Canyon, der zum Klettern und Entdecken einlädt. Während unserer Bisons & Canyons Tour 2015 haben wir diese schöne Wanderung gemacht.

25. Mai 2015

Atemberaubend schön: Highway 9

Am heutigen Memorial Day wachen wir entspannt später auf. Nach einem ausgiebigen Frühstück, bei dem wir nett mit zwei indischen Gästen geplaudert haben, fahren wir von Kanab aus Richtung Zion National Park. Wir fahren die wunderschöne Strecke zum Osteingang des Parks und stehen dort erstmal in der Schlange. Die Fahrt auf dem Highway 9 durch den Ostteil des Parks ist atemberaubend schön und wir sehen zum allerersten Mal Bighorn Sheep.

Auf dem Highway 9 durch den Ostteil des Zion NP

Auf dem Highway 9 durch den Ostteil des Zion NP

Zum Glück erwischen wir noch einen Parkplatz am Visitor Center

Zum Glück ergattern wir am Visitor Center noch einen Parkplatz und fahren dann mit dem Shuttle zum Weeping Rock Trailhead. Während der Saison von Mai bis Oktober ist der Zion Canyon nur mit dem Shuttle befahrbar. Private PKW müssen am Visitor Center parken. Wer ein Hotel in Springdale hat, lässt sein Auto dort und fährt mit dem Shuttle von Springdale aus den kurzen Weg bis zum Visitor Center.

Schlange vor dem Osteingang am Memorial Day

Schlange vor dem Osteingang am Memorial Day

Ketten sichern den Trail zum Hidden Canyon

Der Trail ist anfangs derselbe wie zum Observation Point. Er windet sich zunächst in asphaltierten Serpentinen die Wand hinauf. Bald ist der Abzweig zum Hidden Canyon erreicht und die Switchbacks werden enger und steiler. Der Aufstieg ist nicht unanstrengend, dafür bieten sich wunderschöne Aussichten auf den Canyon und auf Angels Landing auf der gegenüberliegenden Seite.

East Mesa und Hidden Canyon Trail (zweigt rechts ab) vom Observation Point aus

East Mesa und Hidden Canyon Trail (zweigt rechts ab) vom Observation Point aus

Blick auf Angels Landing

Blick auf Angels Landing

East Mesa Trail

East Mesa Trail

Schließlich erreichen wir die spannendste Stelle. Hier wurde der Trail aus der blanken Felswand geschlagen und führt über einen exponierten Vorsprung. Teilweise gibt es Ketten zur Sicherung. Trotz Höhenangst überwinde ich mich und wir gehen den Rest des Trails bis zum Anfang des Hidden Canyon.

Ketten sichern den Trail zum Hidden Canyon

Ketten sichern den Trail zum Hidden Canyon

Der Trail ist direkt aus der Sandsteinwand geschlagen worden

Der Trail ist direkt aus der Sandsteinwand geschlagen worden

Für mich ist der Weg hier zu Ende

Hier ist für mich der Weg zu Ende und ich warte auf meinen Mann, der zusammen mit einem Schweizer den Hidden Canyon erforscht. Ich sitze entspannt auf einem Felsen und beobachte die Leute. Nach einer guten Stunde ist er wieder zurück und wir machen uns auf den Rückweg.

Am Eingang zum Hidden Canyon

Am Eingang zum Hidden Canyon

Wunderschöner Arch im Hidden Canyon

Wunderschöner Arch im Hidden Canyon

Der Dryfall ist ein guter Punkt zum Umkehren

Der Dryfall ist ein guter Punkt zum Umkehren

Rückweg an den Ketten

Rückweg an den Ketten

Insgesamt ein wunderschöner und empfehlenswerter Trail, der zum Glück nicht so überlaufen ist, wie der West Rim Trail bis Angels Landing und der Weg auf den Grat selbst.

Fakten zum Hidden Canyon Hike

  • Trailhead: Mit dem Shuttle Bus fährst Du bis „Weeping Rock“. Hier kannst Du auch noch einmal den Restroom besuchen, bevor Du die Serpentinen bezwingst.
  • Länge: 1,75 km one way bis zum Eingang des Hidden Canyon, 800 m bis zum Arch
  • Höhendifferenz: rund 300 m
  • Zeitbedarf: 3-4 Stunden inkl. Pause und Fotostopps
  • Schuhe: Wanderstiefel sind nicht unbedingt notwendig. Leichte Turn- oder Trekkingschuhe mit vernünftigem Grip auf dem Sandstein sind auch okay.
  • Gepäck: Wasser, Verpflegung und einen Pulli nicht vergessen. Der Rucksack sollte klein und eng an den Körper schnallbar sein. Evtl. Handschuhe für die Ketten.
  • Insider-Tipp: wer noch Luft und Lust hat, nimmt auf dem Rückweg noch den kleinen Aufstieg auf dem East Mesa Trail bis zum Echo Canyon in Kauf und genießt den wunderschönen kurzen Slot Canyon.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  2. Pingback: So geht Angels Landing mit Höhenangst - safetravels.de

  3. Klasse Artikel, ich finde den Zion Np einfach gigantisch.
    Ich stimme dir dass, dass der Besucherstrom aber leider teils fast schon zu hoch ist…

    • Vielen Dank. Ich finde den Zion NP auch großartig. Zum Glück gibt es auch noch außerhalb des Zion Canyon viel zu entdecken.

      Was die Besucherströme angeht so könnte ich mir vorstellen, daß zukünftig solche Hikes wie der Angels Landing Trail permitpflichtig werden, damit die Sicherheit gewährleistet bleibt (wie z.B. beim letzten Stück Trail auf den Half Dome).

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