Arches National Park Titel

Ein Tag im Arches National Park

In die Route jeder USA Südwest Rundreise gehört ein Tag im Arches National Park. Wenn Du nicht gerade in der absoluten Nebensaison herkommst, dann rechne mit sehr vielen Besuchern im Park und teilweise knappen Parkplätzen an populären Trailheads. Auch einen Platz auf dem Devils Garden Campground musst Du Dir rechtzeitig reservieren.

Bleibe mindestens drei Nächte in Moab, damit Du auch noch einen Tag im Island in the Sky District des Canyonlands National Park verbringen kannst.

Hier liest Du den Bericht zu unserem Besuch im Rahmen der Rim to Rim Tour 2013.

Früher Start für einen langen Tag im Arches National Park

Nach einem sehr frühen Frühstück fahren wir heute direkt in den Arches National Park zum Visitor Center. Schon vor Monaten haben wir uns Plätze für eine geführte Tour im Felsenlabyrinth Fiery Furnace gebucht und müssen dafür einchecken. Fiery Furnace ist nur mit Permit und hervorragenden Ortskenntnissen oder im Rahmen einer geführten Tour zugänglich.

Hier geht´s zum Arches National Park

Hier geht´s zum Arches National Park

In der Windows Section sind die Arches leicht zugänglich

Anschließend bleibt noch genügend Zeit für den Besuch der Windows Section. Hier liegen einige Arches sehr leicht zugänglich. Wir schauen uns zunächst den Double Arch an und laufen dann noch zum Turret Arch. Es ist schon recht viel los und der Parkplatz füllt sich langsam mit Bussen.

Ein Arch vom Double Arch

Ein Arch vom Double Arch

Windows Section

Windows Section

Kriechen, klettern und springen im Sandstein-Labyrinth Fiery Furnace

Wir machen uns auf den Weg zum Fiery Furnace, wo um 10 Uhr unsere Tour starten soll. Dort treffen wir Rangerin Alice, bei der wir im Visitor Center auch schon eingecheckt hatten. Die Tour ist ausgebucht und wir starten mit ca. 25 Personen in das Stein-Labyrinth. Wir gehen sozusagen mit Alice ins Wunderland. 3 Stunden laufen, kriechen, klettern und springen wir im Gänsemarsch in der Wunderwelt herum. Die Tour ist wirklich klasse, nur das Gruppen-Feeling gefällt uns nicht ganz so gut.

Geführte Tour im Fiery Furnace

Im Gänsemarsch durchs Fiery Furnace

Rangerin Alice im Sandstein Wunderland

Alice im Sandstein Wunderland

Devils Garden ist der beliebteste Teil des Arches National Park

Nach der Rückkehr zum Trailhead fahren wir bis zum Devils Garden. Es ist Zeit für die Lunch Pause. Da wir heute noch viel sehen wollen, fällt die Pause kurz aus und wir sind bald darauf unterwegs auf dem Devils Garden Trail. Hier sind sehr viele Touristen unterwegs, unter anderem auch eine Gruppe, die einen enormen Lärmpegel produziert. Auf Englisch bitte ich sie, nicht so zu schreien, sondern sich etwas dezenter zu verhalten. Ich werde blöd angeschaut und auf Französisch fallen einige Kommentare innerhalb der Gruppe. Okay denke ich, und wiederhole meine Bitte en francais. Und siehe da: jetzt kommt die Botschaft an. Wir sind heute tatsächlich etwas genervt von der Masse an Menschen hier im Park.

Sandstein Formationen auf dem Devils Garden Trail

Sandstein Formationen auf dem Devils Garden Trail

Devils Garden Trail

Devils Garden Trail

Am Landscape Arch wollen wir noch auf dem Primitive Trail weitergehen, aber ich bin heute nicht in der Lage, den steilen Sandsteinbuckel hinaufzusteigen, der sich kurz hinter dem Landscape Arch befindet. Ich leide unter Höhenangst und die hat beschlossen, daß dieser Hügel für mich heute nicht dran ist. Irrationale Sache mit dieser Höhenangst. Wir gehen also noch ein Stück in der anderen Richtung auf dem hier sehr sandigen Primitive Trail und kehren dann um.

Landscape Arch

Landscape Arch

Delicate Arch, der bekannteste Steinbogen des Südwestens

Wir wollen heute noch zum Delicate Arch und es wird sonst zu spät. Am Trailhead kreisen wir ca. eine halbe Stunde auf dem Parkplatz. Schließlich steige ich aus und blockiere einen Parkplatz, auf dem gerade ein Pärchen abfahrbereit ist. Kommt mir echt mies und blöd vor, aber nach 20 min kreisen haben wir festgestellt, dass es hier alle so machen. Wir reihen uns in die Ameisenstrasse ein und bald stehen wir am Rand der Sandsteinschüssel gegenüber vom Delicate Arch. Hier geht es zu wie im Kino, die besten Plätze sind schon belegt und die Leute klettern überall herum. Fehlt nur noch das Popcorn.

Die besten Plätze sind zum Sonnenuntergang am Delicate Arch schnell belegt

Die besten Plätze sind zum Sonnenuntergang am Delicate Arch schnell belegt

Man muss jede menschenfreie Sekunde nutzen, um ein Foto vom Arch zu machen.

Sonnenuntergang am Delicate Arch

Sonnenuntergang am Delicate Arch

Hier oben ist es sehr windig, das macht das Herumsitzen etwas unangenehm. Wir beginnen den Rückweg vor den Massen. Zurück in Moab genießen wir unser Abendessen bei Dennys.

Flucht vor den Massen auf dem Delicate Arch Trail

Flucht vor den Massen auf dem Delicate Arch Trail

Leckerer Burger bei Dennys

Der Lohn nach einem langen Tag

Fazit zum Tag im Arches National Park

Den Park solltest Du möglichst innerhalb der amerikanischen Hochsaison von Ende Mai bis Anfang September und an Wochenenden meiden. Er ist häufig überlaufen, da er von Moab aus sehr gut erreichbar ist und viele Arches ohne große Anstrengung zugänglich sind. Das macht den Park wiederum sehr gut besuchbar für jedes Alter und Fitnesslevel. Wenn Du den Delicate Arch nicht mit so vielen Menschen teilen möchtest, solltest Du morgens hoch gehen und nicht zum Sonnenuntergang. Abends ist es kaum möglich, ein Bild ohne Menschen unter dem Arch zu machen.

Sonnenuntergang über dem Arches National Park

Sonnenuntergang über dem Arches National Park

15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Dem stimmen wir voll zu.
    Der Arches ist einer der schönsten Parks und definitiv der Abwechslungsreichste! Die Vielseitigkeit der Architektur der verschiedenen Felsen ist einfach umwerfend. Für diesen Park würden wir uns das nächste Mal mehrere Tage Zeit nehmen. Da weiß man gar nicht wo man zuerst starten soll.
    Moab als Ausgangspunkt ist sicherlich sinnvoll. Wobei die Stadt selbst leider kein Western typisches Kleinod ist wie die Städtchen sonst so oft in Colorado…. schreckt eher ab.

    • Moab ist (wie z.B. Page und Springdale auch) leider immer voller geworden in den letzten 10 Jahren. Dementsprechend sind auch die Hotelpreise gestiegen. Trotzdem ist es in der Gegend fast konkurrenzlos. Es gibt noch ein paar Möglichkeiten rundherum, die muss man allerdings wirklich suchen.

  2. Pingback: Die 10 besten Reiseführer für den Südwesten der USA

  3. Pingback: Die besten Wanderungen im Südwesten - unsere Favoriten

  4. Pingback: National Park Pass - America the Beautiful

  5. Pingback: Wandern im Südwesten für Anfänger

  6. Pingback: Über den Million Dollar Highway nach Durango - safetravels.de

  7. Pingback: Warum ich nicht mehr in Page übernachte - safetravels.de

  8. Pingback: Der Arches Nationalpark - der Park der Naturbögen

  9. Wenn ich irgendwann mal in die USA fliege, steht der Park mit dem Zion Park ganz ganz ganz weit oben auf meiner Liste! Die Städte interessieren mich auch, aber wenn ich an die USA denke, dann immer an Parks mit tollen Aussichten, schönen Wanderungen und unglaublichen Landschaften!

    Tolle Fotos, die machen mir direkt Lust auf eine Reise dahin…
    Liebe Grüße 🙂

    • Oh ja, Zion ist wahnsinnig schön. Da musst Du unbedingt wandern, sonst kommst Du nicht in den vollen Genuß.

  10. Der Arches National Park ist einer der schönsten im Südwesten, finde ich. Die roten Felsen, die kleinen Wanderungen, die man dort machen kann und die tollen Aussichten auf die La Salle Mountains sind auf jeden Fall eine Reise wert. Deine Fotos finde ich Klasse, vor allem das der Wartenden auf den Sonnenuntergang 🙂 Wie im Amphitheater!

    • Danke. Die Menschen oben am Delicate Arch haben mich wirklich genervt. Es gab viele, die überall rumgeklettert sind und es war sehr laut dort oben. Es wäre schön, wenn die Menschen die Naturwunder einfach mehr genießen würden und nicht nur da hoch gehen würden, um das beste Foto zu posten.

Schreibe einen Kommentar